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Verlustes, welchen das Kloster erlitten, kund geben möchten. AberVater Arnolph war, was er schien — ein Mann, treu ergebenseinem heiligen Amte, ohne daß er sich durch zeitliche Interessenbestimmen ließ.
„Ich verstehe Dich, Emich," versetzte der Prior mit Milde.„ES bedurfte in einem solchen Augenblicke auch noch dieses Aergcr-niffeS, um üble Nachrede über die heilige Kirche zu bringen, gegenwelche bereits der Widersacher rohen Angriff üben darf, ausGründen, die mit zu den unerforschlichen Geheimnissen Dessengehören, der sie gegründet hat."
„Du hast allen Fug, so zu sprechen, Mönch, denn die Wahr-heit zu sagen, jener Sachse mit seinem keineswegs schwachen Anhangbeginnt auch in diesen Gegenden aller Orten Anlaß zu Bedenkenund zu Ungehorsam zu geben. Du mußt wohl diesen Bruder Lutheraus dem Grunde Deines Herzens Haffen, Vater?"
Zum erstenmalc verlor jetzt das Gesicht des Priors den gleich-förmigen Ausdruck des Wohlwollens, jedoch nur in so unmerklicherWeise, daß eS nicht einmal dem scharfen Blicke des Grafen ausfiel.Jndeß wußte ein Mann, der sich so sehr daran gewöhnt hatte, seineLeidenschaften zu bekämpfen, den zögernden Nest menschlicherSchwäche, welcher jenes bittere Gefühl in seinem Innern hervorerief, schnell zu unterdrücken.
„Der Name des Schismatikers hat mich beunruhigt," ent-gcgnete der Prior, im Bewußtseyn der eigenen Schwäche wehmüthiglächelnd; „übrigens hoffe ich, daß dem Gefühle kein persönlicherHaß zu Grunde lag. Er steht an einem schrecklichen Abgrunde,und ich flehe aus der Tiefe meiner Seele zum Himmel, daß nichtnur er, sondern alle die Verblendeten, die seiner verderblichen Spurfolgen, noch zeitig genug ihre Gefahr erkennen mögen, um ohneSchaden wieder umkehren zu können."
„Vater, Du sprichst wie ein Mann, der dem Sachsen eherGutes, als UebleS wünscht."