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nach der Kanzel, aber noch schneller von der Kanzel nach der Ka-pelle gekommen."
„Wir, die wir unser Leben einer abgeschiedenen Andacht geweihthaben, müssen oft aller Orten sehn. Du knietest vor rem AltäreDeines Geschlechtes, Emich?"
„Bei dem heiligen Benedict, dem Patron Deines Orden-, Duhast mich in der That über einer solchen Handlung ertappt, frommerBaker. AIS icl> diesen düstern Ort betrat, wandelte mich eineSchwäche an, und ich wollte den Geistern derer, die mir vvran-gegangen sind, meine Ehrerbietung bezeugen."
„Nennst Du den Drang zum Gebet eine Schwäche? Vorwelchem Altäre könnte ein Mann Deines Namens paffender seinenGott anbeten, als hier an diesem, den die Andacht Deines Ge-schlechts errichtet und geschmückt hat — oder in welcher Stimmungkönntest Du besser Einkehr halten in Deinem Inner» und um dengöttlichen Beistand flehen, als in der von Dir genannten?"
„Herr Prior, Du verkennst den Grund meines Besuchs. Ichwollte in der Abtei die Messe hören, nicht aber beichten und Ab-solution holen."
„Es ist lange her, seit Du zum letztenmal das heilige Sa-krament empfingst, Emich."
„Du hast Dich in Deiner Weise auf der Kanzel wacker gehalten,Vater, und ich zweifle nicht, daß die Bürger von Dürkheim undihre Vettern und Basen Dir in ihren Privatunterhaltungcn dasgebührende Lob zollen werden. Dein Nus als Prediger ist sogarjetzt nicht mehr gering zu nennen, und Deine heutige Anstrengungkönnte Dir beinahe zu einem BiSthum verhelfen, wenn die Weiberunseres Thals im Stande wären, in Rom etwas zu erzielen. Wiegeht es diesen Morgen unsrem hochheiligen Abt und den beiden Kir-chensäulen, den Vätern Siegfried und Kuno?"
„Du hast sie während des Amtes an ihren Plätzen gesehen."
„Beim Himmel, sie sind würdige Kumpane! Glaubemir, Vater,