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der vorherrschenden Sekten treten. Ohne uns indeß mit der Frageaufzuhalten, wer bei einem solchen Wechsel gewinnen oder verlierendürste, wollen wir einfach in unserer Schilderung der Meßceremonicnfortfahren, da vielleicht neun und neunzig unter Hunderten unsereramerikanische» Leser nie Gelegenheit gehabt haben und auch niehaben werden, einer derartigen Feierlichkeit anzuwohnen.
Wohl noch über keine zu dem Gefühl des Menschen spre-chende Erscheinung sind sich die Ansichten so entschieden gegen-über getreten, als bei der Beurtheilung des katholischen Rituals.Der einen Klaffe von Christen kömmt der Ceremoniendienst als eitleMummerei vor, die nur blenden soll und auf nicht zu rechtfertigendeZwecke hinarbeitet, während er in den Augen Anderer das Erha-bendste und Ansprechendste, was die menschliche Gottesverehrungbieten kann, umfaßt. Wie eS gewöhnlich in den meisten Fällenvollkommener Meinungsverschiedenheit zu gehen pflegt, so dürfte dieWahrheit Wohl auch hier in der Mitte liegen. Der eifrige Katholikist im Jrrthum befangen, wenn er sämmtliche Diener des Altars füruntrüglich erklärt, oder die nachlässige, unehrerbietige Weise übersieht,in welcher so oft die heiligsten Verrichtungen geübt werden, währenddagegen der Protestant, welcher einen Tempel des katholischen CultuSverläßt, ohne die tiefe und erhebende Andacht des Ritus zu bemer-ken, nothwendig seine Gefühle gegen Alles gestählt haben muß,was zu Gunsten einer Kirche spricht, die er gerne ächten möchte.Wir gehören weder zu der einen, noch zu der andern dieser beidenKlaffen, und wollen daher versuchen, die Dinge zu schildern, wie wirsie gesehen haben, ohne auch nur eine einzige Regung darum zu be-mänteln oder zu erkünsteln, weil unsere Väter zufälligerweise nach dieserwestlichen Welt ihre Zuflucht genommen haben, um Altäre von einerandern Glaubensschattirung zu errichten.
Das Innere der Abteikirche von Limburg war, wie bereitsangegeben wurde, um seiner Pracht willen durch ganz Deutschlandberühmt. Das gewölbte Dach wurde von vielen Säulen getragen