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jungen Begleiter und schloß dann die Augen; aber sein tiefes,röchelndes Athmen verkündigte bald, daß der Sieger in diesertollen Schiemmerei, gleich dem Besiegten, entmannt, fieberisch undohne Besinnung dalag.
So schloß das wohlbekannte Gelag auf der Hartenburg — einHeldenstück physischer Ausdauer von Seiten des mannhaften Grafen,der den Sieg davon getragen. Auch gewann er dadurch unter denlustigen Zechern der Pfalz einen fast eben so hohen Ruf, als hätteer auf dem Schlachtfeld einen Sieg errungen, während andererseits,so sonderbar es auch in unseren Tagen klingen mag, den Kigenschaftender Besiegten nur geringer Abtrag durch die garstige Wette geschah.
Achtes Kapitel.
»Und Psalmgesänge drangen durch das GitterDer Gallerte, höchst heilig, engelgleich.
Die Verse wechselnd in andächl'gem Chore.»
Roger».
Der folgende Tag war ein Sonntag, und der Morgen wurdedem Landvolke im Jägerthal durch den gewöhnlichen Ruf zur An-dacht angekündigt. Die Aveglocke erscholl von dem Thurme derAbteikirche, noch ehe das Licht den Grund des tiefen Thales er-reichte, und wo die Töne an die Ohren der frommen Gläubigenschlugen, knieten sie nieder.in gemeinsamen Lob - und Dankgebeten.Doch mit dem Vorrücken des Morgens wurde in dem Hochamte eineerhebendere Schaustellung des römischen CultuS vorbereitet — eineCeremonie, die eben so sehr auf das Gefühl, als auf die Sinneberechnet ist.
Die Sonne hatte sich über die Berge erhoben, und die Jahres-zeit war verführerisch mild. Das Zugvieh, welches an diesem Tageseiner Wocheumühe entbunden war, sonnte sich an den Bergabhängen,Die Heidenmauer. 9