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in zufriedenem Wiederkäuen des Futters sich der ruhigen Behaglich-keit seines Instinktes hingebend. Kinder spielten vor den Thüren derBauernhütten; der Landmann schlenderte in der Tracht, welche schonseit vielen Generationen in den Hardt-Gegenden üblich war, aufdem Felde umher, um den Wuchs seiner Erndten zu betrachten, unddie Bäuerinnen eilten in der Aufregung ihrer einfachen, häuslichenFreude geschäftig von einem Platze zum andern. Der Monat warder lieblichste unter den zwölfen und reich an frohen Hoffnungen.Das Gras hatte seine Höhe erreicht und breitete sich üppig aus, dieAehren füllten sich und die Rebstöcke entwickelten ihre Blüthentrauben.
Mitten in dieser Scene ländlicher Ruhe rief vom Kloster austiefes Glockengetön die gläubige Heerde nach der gewohnten Hürde.Lange Ucbung hatte die Mönche von Limburg wohl eingeweiht in alledie Obliegenheiten, welche für die irdische Verwaltung ihres Amtserforderlich waren. Selbst das Geläute war gut und regelmäßiggestimmt. Melancholisch folgten sich die Akkorde, und auf Stun-den hin war nirgends ein stilles Thal zu finden, in das nicht derfeierliche Ruf gedrungen wäre. Auch von Dürkheim her und vonder weiten, jenseits gelegenen Ebene ließ sich der Ton der Glockenvernehmen; aber keine von den metallenen Stimmen hob sich vol-ler in die Luft, oder schlug so süß und wehmüthig ans Ohr, alsdiejenigen, welche von den Thürmen der Abtei herunter sprachen.
Dem Aufgebote gehorsam strömten sämmtliche Thalbewohnerdem Kloster zu. Ein Häuflein tauchte auch in der Richtung derSchlucht auf, denn Aberglaube, Andacht oder Neugierde versäum-ten bei solchen Gelegenheiten nie, große Massen anzulocken, welchein der berühmten Klosterkapellc der Messe anwohnen wollten. Manfand darunter den Zweifler, wie den Gläubigen, den Jüngling,wie den Greis, das Mädchen wie die Matrone, die ihr alterndesGesicht mit dem Schleier zu beschatten für räthlich gehalten hatte,den Müßiggänger, den halbbekehrten Jünger Luthers und denMusikfreund. Gewöhnlich pflegte nach Abhaltung des Hochamts