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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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zu Zeit als Sekundanten in den Wortwechsel, während die beidenam meisten betheiligten Personen vorsichtig ihre Kräfte zusammen-hielten und sich gegenseitig finstere Blicke zuwarfen, nach der Weisevon Männern, welche wissen, daß von keinem müßigen Scherzedie Rede ist.

Sey'S mit Deinen Erzählungen von l-'lsle^äam und derOtto-mannenmacht, wie eS wolle," fuhr Pater Siegfrid fort, sein Gesprächvon einem Punkte aus verfolgend, über den zurückzugehen wir fürunnöthig halten;den Damen an unfern deutschen Höfen läßt sichetwas der Art wohl erzählen, denn die Reise zwischen dem Rhein-thal und d er Insel NhoduS ist weit auch dürsten sich nur wenigegeneigt zeigen, sie zu machen, um eure Oberhäupter der Nach-lässigkeit und ihre geschworenen Jünger des VergeffenS ihrer Ge-lübde zu überweisen."

Bei der Ehre meines Ordens, hochwürdiger Benedictiner,Du erlaubst Dir sehr ungebührliche Worte. Ist es nicht genug,daß die Auserlesensten und Edelsten Europa'S Leib und Seele einemDienste weihen, der weit besser für Deinen schläfrigen Orden paßtedaß Alles, was edel und tapfer ist, die grünen Gefilde und dielieblichen Ströme der Heimath verläßt, um unter Afrika's glühen-der Sonne und schwülen Winden die Ungläubigen in Schrankenzu halten - müssen wir auch noch mit derartigem Gefasel verhöhntwerden? Geh hin und vergleiche die Gräber mit der Zahl dernoch Lebenden, wenn Du erfahren willst, wie mannhaft unser er-lauchter Großmeister gegen Soliman Stand hielt und wie sichseine Ritter im Dienste benahmen."

Es würde Dir nicht sonderlich zusagen, wenn ich Dich in'SFegfeuer gehen hieße, damit Du Dich daselbst nach de» Früchtenunserer Messen und Gebete erkundigtest, und doch ließe sich daseine eben so gut aussührcn, wie das andere. Du weißt wohl, daßRhoduS keine christliche Insel mehr ist, und Niemand, der dasKreuz trägt, sich an seinen Ufern blicken lassen darf. Geh, Gras