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Albrecht, Dein Orden ist zu Unehren gekommen und soll sich nurhinter Nicaeas Schneebergen versteckt halten; cS ist immer besterso, als daß er stch in den Vorderreihen der Christenheit breitmacht. Jedes alte Weib beklagt in Deutschland die Ausartungeines Ordens, der ehedem so geschätzt war, und jede Jungfrauspricht mit Geringschätzung von seinen Thaten!"
„O himmlische Geduld! Hörst Du dies, blonsienr l,irtouol>o? —Und noch obendrein aus dem Munde eines näselnden Benedic-tinerS, der hier im Herzen der Pfalz seine Tage hinter sicherenSteinmauern verbringt und Nachts in seiner warmen Decke nichteinmal das Rauschen des Windes vernimmt, wenn er nicht etwagerade dem frommen Weibe eines Gläubigen einen mitternächtlichenLiebesdienst zu erweisen hat!"
„Junger Mensch, erfrechst Du Dich, die Kirche zu lästernund ihren Zorn herauSzufordern?" fragte BonifaciuS mit einerDonnerstimme.
„Hochwürdiger Abt," antwortete Albrecht, ein Kreuz schlagend— denn Klugheit und Angewöhnung hielten auch ihn im Banne derherrschenden Autorität des Jahrhunderts, „das Wenige, was ichmir zu sagen erlaubte, ist mehr auf den Mann als auf seinKleid gemünzt."
„Mag er immerhin sprechen, was ihm gut dünkt —" »ahm derverschmitzte Siegfried das Wort. „Ist ein Johanniter nicht ein jung-fräuliches Wesen, und sollten wir ihm das Recht der Rede verweigern?"
„Am Hofe des ritterlichen ValoiS," bemerkte der Abbe, welcherzu Erhaltung des Friedens eine Vermittelung für nöthig erachtete,„ist man der Ansicht, bei der Vertheidigung von Rhodus sei großeTapferkeit entwickelt worden, und nur wenige überlebten sie, denenvon christlichen Händen nicht hohe Ehren zu Theil wurden. Mirhaben in den angesehensten Häusern von Paris, wie auch in demheiteren Schloß I^ontaino-bleau eine große Anzahl dieser tapfernRitter unter uns gesehen, und Du darfst mir glauben, daß nichtDie Heidcmnamr. 8