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Limburg und sein Nachbar Emich von Leiningen Hingaben, wardaher keineswegs ungewöhnlich; denn in einem Lande, in welchemdie Oberhäupter der Kirche so manche andere zweideutig Nollespielten, konnte eS nicht überraschen, wenn sich einer oder derandere geistliche Würdenträger bereitwillig zeigte, auf einen Kampfeinzugehen, welcher, obschvn er wenig Gefahr im Gefolge hatte,dennoch bei dem Adel sehr in Gunsten stand.
Der Leser hat bereits bemerkt, daß der glorreiche Wettstreit,welchen zu berichten unsere Pflicht fordert, schon bedeutende Fort-schritte gemacht hatte, selbst che noch der Gegenstand desselbenunter den feindlichen Parteien förmlich festgestellt worden war. DieMönche kannten jedoch den Beweggrund des Kampfes, und waren,als sie in'S Feld rückten, in jeder Hinsicht darauf vorbereitet, den Rufihrer alten, gastfreundlichen Brüderschaft aufrecht zu erhalten, wäh-rend der Graf von Leiningen in finsterer Zuversicht auf seine eigeneKraft und noch zugäblich gespornt durch seine Verachtung gegenPsaffentrug, seinen Hülfstruppen gegenüber eine ähnliche Vorsichtverabsäumt hatte. Es ist kaum nöthig beizufügen, daß der Abbeund der Johanniter bereits schon ziemlich lärmend gewesen waren,noch ehe sie völlig die Natur des Dienstes kannten, der von ihrenHänden, oder wie wir vielmehr sagen sollten, von ihren Köpfenerwartet wurde. Nachdem wir dieß vorausgeschickt haben, wollenwir in unserer Erzählung sortsahren, und den Faden derselben zweiStunden nach der Zeit, da wir ihn fallen ließen, wieder aufnehmen.
Nachdem der Kampf so weit gediehen war, fühlten sich dieVäter Siegfried und Kuno von ihren Anstrengungen bedeutenderhitzt, und die gewohnte, tiefe Achtung gegen den Abt wich all-mählig dem schnelleren Kreisen ihres Blutes. Die Augen des crstercnglänzten in einer Art Kanzelwildheit, den er stritt sich voll glühendenEifers über einen ControverSpunkt mit Albrecht von Viederbach,dessen Fassungskraft unter seinen Libationen rasch zu verdunstenschien. Der andere Münch und der Abbe mengten sich von Zeit