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Jungfrauen von Köln, es wäre in der That eine Schmach, einge-stehen zu müssen, daß ein Mann meines Schlags in so unruhigenZeiten Muße für dergleichen Weiberspielerei gefunden habe. — Bringtmir eine Adlerfcdcr — meine Hand hat noch nie etwas von einerschlechteren Schwinge berührt — damit ich den Mönchen ihr Rechtwiderfahren lassen möge."
Nachdem die nöthigen Geräthschaften herbeigebracht waren,schickte sich der Graf Hartenburg an, seinerseits dem InstrumenteKraft zu geben. Das Wachs wurde eiligst angehängt und gebüh-rend mit dem Wappen von Leiningen versehen; denn die Evelntrugen damals Siegelringe von ansehnlicher Grüße, um zu allenZeiten ihrem Willen durch die herkömmliche Förmlichkeit Nachdruckverleihen zu können. Als eS jedoch nöthig wurde, den Namen zuunterzeichnen, winkle der Graf einem Diener, welcher sofort ver-schwand, um den Herrschaftsschaffner aufzusuchen. Der letztere zeigtekeine sonderliche Geneigtheit, den gewohnten Dienst zu erfüllen; dajedoch zur selben Zeit unter der Tischgenoffenschaft ein lärmendes Ge-spräch stattfand, so benützte er die Gelegenheit, um erst die Naturdes Dokuments zu untersuchen und über das Mirtel Auskunft ein-zuziehen, welches die Eigenthumsrechte über die Weinberge in'SReine bringen sollte. Mit einem vergnügten Grinsen über eineZahlungsart, in der, wie er meinte, Graf Emich sich nothwendigmannhaft heranshauen mußte, ergriff der Schaffner die Hand seinesGebieters und führte, seines Dienstes gewohnt, dieselbe in einerWeise, daß die Unterschrift in guten, lesbaren Zügen auf das Per-gament zu stehen kam. Sobald dies abgethan und die Urkundenbeiderseits mit den gebührenden Zeugen-Unterschriften versehen waren,sah der Graf von Hartenburg von dem Dokumente, das er in derHand hielt, argwöhnisch nach dem unwandelbaren Gesichte des Abtesauf, als bereue er halb den Schritt, den er gethan.
„Sieh Dich vor, BonifaciuS," sagte er, indem er drohend denFinger schüttelte. „Sollte sich in diesem unsren Vertrage ein Mangel