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wird noch reichliche Belege davon finden, daß es dem Orden niemalsan Mitteln zu Ausübung des fraglichen Gebotes fehlte. Man trifftnoch heute ziemlich häufig Abteien dieses Ordens in den Waldkan-tonen der Schweiz und in den meisten anderen katholischen Staaten,obschon fie durch die allmählige und sehr wohlthätige llebertragungder politischen Gewalt in Laienhände längst ihres weltlichen Glanzesberaubt worden find. Viele dieser Aebtc waren früher Reichsfürsten,und manches Kloster schwang vordem den Herrscherstab über Gebiete,die seitdem selbst zu unabhängigen Staaten geworden find.
Während jene geistlichen Obliegenheiten und Bußübungen, dieman für eine charakteristische Eigcnthümlichkeit des Bencdictiner-OrdenS hielt, vorzugsweise einem untergeordneten Mönche, welcherden Namen Prior führte, überlaffen blieben, erwartete man von demAbte, oder dem Oberhaupte des Klosters, daß er nicht nur bei Ver-handlungen über die geistlichen Güter, sondern auch bei der Tafelden Vorfitz führe. Dieser häufige Verkehr mit den gemeinen In-teressen des Lebens und die beharrliche Hingebung an dessen gröbereVergnügungen waren nicht sehr geeignet, zu Uebung der mönchischenTugenden zu crmuthigen. Wir haben bereits bemerkt, daß eineallzunahe Beziehung des Zeitlichen zum Geistlichen auf den aposto-lischen Charakter verderblich wirkt, wie denn überhaupt das Ver-mengen Gottes mit dem Mammon und der Kniff, die geoffenbartenWahrheiten unserS göttlichen Meisters in eine Stütze zu Aufrecht-haltung zeitlicher Herrschaft umzuwandeln, in den Augen unseresamerikanischen Volkes fast wie Gotteslästerungen erscheinen müssen,obschon sich die Bewohner der andern Hemisphäre und ein großerTheil Derjenigen, welche auf unserer westlichen Halbkugel ansässig sind,durch die Gewohnheit mit einem derartigen Stande der Dinge bereitsversöhnt haben. Jndeß sind doch durch die Triumphe der Presse unddie Folgen eines stetigen Fortschritts in der öffentlichen Meinunglängst viele noch zweideutigere Bräuche beseitigt worden, mit denenunsere vor drei Jahrhunderten lebenden Vorfahren so vertraut waren,