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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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sich durch die Wiesen hinschlängclte. Dann ließ sich rascher Hus-schlag vernehmen.

Es thut diesen Dienern der Kirche sehr Noch, Deinen Rhein-wein zu kosten, edler Emich," bemerkte Albrecht von Biederbach,der sich nur selten mit Nachdenken bemühte,oder höre ich dadrunten einen Zug ihrer Saumthiere?"

Wenn der Abt im Begriffe wäre, ein anderes Kloster seinesOrdens oder seine geistlichen Oberherrn in Speyer zu besuchen, sowürde ohne Zweifel viel dergleichen Vieh in seinem Gefolge seyn;denn von allen Freunden einer wohlbesetzten Tafel ist wohl Wil-helm von Venloo, welcher in der Taufe seines Amtes den NamenBonifacius erhielt, derjenige, welcher die Früchte der Erde ammeisten zu schätzen weiß. Ich wollte, daß er und seine ganze Ge-meinschaft geistiger Weise in den Garten EdenS verpflanzt wärees käme mir nicht darauf an, sie reichlich mit meinen Thränenzu wässern."

Der Wunsch riecht zwar nach Heiligkeit, läßt sich aber dochnicht ohne sterbliche Hülfe ausführen, wenn Du nicht etwa in be-sonderer Gunst bei dem Churfürsten von Köln stehst, denn dieser könnteDir vielleicht mit Hülfe eines Mirakels einen derartigen Dienst leisten."

Du scherzest in einer sehr ernsten Sachs, Ritter," antworteteEmich rauh, denn ohngeachtet seiner angeerbten Todfeindschaft gegenjenen Theil der Kirche, welcher seiner eigenen Macht ins Gehägekam, fühlte er sich doch so abhängig von überlegenem Wissen, wiedieß bei Leuten von verkümmerter Erziehung unvermeidlich derFall ist.Der Chursürst hat vielen adeligen Familien in der von.Dir genannten Weise Dienste geleistet und diese Ehre vielleichtan Häuser verschwendet, die seine Gnade weit weniger verdienen,als das von Leiningen. Doch da kommt der Abt mit seinenlustigen Brüdern. Gottes Fluch über sie wegen ihres Stolzesund ihrer Habsucht!"

Der Hnfschlag war immer lauter und lauter geworden und