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durch den Unterschied in den Organen derselben reichen Ersatz ge-leistet. Wer jene Länder besucht, darf in der Regel darauf zählen,daß er den Deutschen trillern, den Italiener aber in ein großartigesGekrach ausbrechen hört, obschon es in beiden Fällen gewiß auchAusnahmen gibt. Jedenfalls ist Musik in den ausgedehnten EbenenSachsens weit gewöhnlicher, als auf der Onmxaxna, tolioo, und estrifft sich gar nicht selten, daß man in erstgedachtem Lande voneinem blondhaarigen Postillon, wenn derselbe langsam einen Berghinanfährt, mit Horn-Melodien unterhalten wird, die einem Hof-orchester keine Unehre machen würden. Eine dieser eigenihümlichenmelancholischen Cadenzen war es nun, welche den Spionen deSGrafen Emich das Zeichen gab, die geistlichen Herren hätten dasKloster verlassen.
„Habt ihr nicht's gehört, Brüder?" bemerkte Vater BonifaciuSgegen die an seiner Seite reitenden Begleiter fast in dem gleichenAugenblicke, als der Graf von Lciningen auf der Burg dieselbeFrage stellte. „Das war ein bedeutungsvoller Hornstoß."
„Möglich, daß uns der Wunsch, unversehens auf dem Schlosseanzulangen, vereitelt wird," versetzte der Mönch, welchen wir demLeser bereits als Pater Siegfried vorgestellt haben; „aber obgleicheS uns dann nicht gelingen wird, in Graf EmichS Geheimniß miteigenen Augen eiuzudringen, so habe ich doch einen Menschen ge-worben, der dieses Geschäft hoffentlich in einer Weise für unsausführen wird, daß wir jedenfalls eine Witterung von den Anschlä-gen des Grafen erhalten. Muth, hochwürdiger Abt; die SacheGottes wird wohl nicht aus Mangel an Beistand unterliegen.Wann ist je der Demüthige und Rechtschaffene verlassen worden?"
Der Abt von Limburg ließ einen AuSruf vernehmen, derwenig Glauben an eine mirakelhafte Einmengung zu Gunsten seinesKlosters verrieth, zog den Mantel, welcher einigermaßen zu Ver-hüllung seiner Person diente, fester an sich, und gab seinem Thicreden Sporn, als wolle er wo möglich den Tönen zuvorkvmmen.