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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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harmlos auSfallen wirb, denn offen gesprochen, ich gehöre nicht zueinem kriegführenden Orden, wie unser Freund der Ritter da."

Horcht!" rief der Wirth, indem er seinen Finger erhob, umdamit Aufmerksamkeit einzuschärfen.Habt ihr nichts vernommen?"

O ja, Vetter, die Musik Deiner Lärmmacher im Hof druntenund einige deutsche Flüche, die erst übersetzt werden müßten, wennman sie verstehen sollte; aber von dem gesegneten Ton der Glocke,die zur Mahlzeit läutet, will noch immer nichts verlauten."

Nicht doch 's ist der Abt von Limburg mit seinen Brüdern,den Vätern Siegfried und Kuno. Wir wollen nach dem Thoregehen, um ihnen die übliche Ehre zu bezeugen."

Auf diese willkommene Kunde legten der Ritter und der Abbeein sehr löbliches Verlangen an den Tag, die Ersten zu seyn,um einem so wichtigen Manne, als in jener Gegend das reicheund mächtige Oberhaupt des benachbarten Klosters war die erfor-derliche Aufmerksamkeit zu erweisen.

Sechstes Kapitel.

»Warum nicht? Je größer der Sünder, destobesser der Heilige.'

Byron.

Ein wilder, klagender Hornton war weit im Thale aus derNähe der Limburger Berge erschollen. Eine derartige melodischeMusik war hier nichts Ungewöhnliches, denn von allen Europäern sinddiejenigen, welche in den Flußgebieten des Rheines, der Elbe, derOder und der Donau wohnen, die eifrigsten Psteger lieblicher Laute.Wir höre» viel von der Härte der deutschen Dialekte und von derWeichheit derer, welche aus dem Lateinischen stammen; wenn wirübrigens Venedig und die Alpcngegenden auSnehmen, so hat dieNatur für die Ungleichheit, welche zwischen den Sprachen besteht