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von Anfang an bis zum letzten Male dergleichen kleine Launen-auSbrüche in solcher Art fürstlichen Aufwandes gekostet haben; soviel aber ist gewiß, — wenn sich eine Gelegenheit zu messen dar-bötc, so würden die vereinigten Beiträge wenig leeren Raum indem weltberühmten Heidelberger Fasse übrig lassen."
»Ich habe oft von diesem königlichen Behälter des edelnSaftes sprechen hören und schon darauf gedacht, eine Pilgerfahrt' zu Ehren von Dero Geräumigkeit zu machen. Empfängt der Chur-fürst edle Reisende mit der Gastfreundschaft, die ihm sein Rangund seine Mittel möglich machen?"
„Allerdings und zwar recht gerne, obschon ihn dieser Kriegschwer bedrängt und ihm alle Hände voll zu schaffen gibt. DeinePilgerschaft wird nicht sehr anstrengend sehn, denn Du kannst dieHeidelberger Thürme von unseren Bergen aus sehen, und ein gutesThier nebst einem scharfen Sporne kann Dich in etlichen Stundenscharfen Rittes von hieraus bis in den Hof des Churfürsten bringen."
»Laß uns zuerst die Tugenden Deines Kellers erschöpfen, edler»- Emich; dann wird es immer noch an der Zeit sehn, aus der Hei-delbergerin ein Pröbchen zu zapfen," versetzte der Ritter vonRhoduS. »Unser geschätzter Freund hier, der Abbe, wird der gleichenAnsicht sehn, und zwar allen Reformirern, mit denen unser Deutsch-land geplagt ist, zum Trotze."
Da wir hier eine neue Person einführen, so müssen wir dieGeduld unsererS Lesers für eine kurze Abschweifung in Anspruchnehmen. Was man auch über die Bedeutung und Nechtmäßigkcitder hauptsächlich durch Luthers Muth bewerkstelligten Reformationsagen mag (und wir sind weder Sektirer noch Ungläubige, umden heiligen Ursprung der Kirche, von der er sich lossagte, in Ab-- rede zu ziehe»), so wird doch allgemein eingeräumt, daß in jenerPeriode die durch Jahrhunderte hindurch unbestrittene Gewalt einerausschließlichen Autorität zu Mißbräuchen geführt hatte, welcheden laute» Ruf um Aenderung in ihrem VerwaltungSshsteme zur