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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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in seinem Innern, ob es wohl räthlich sei), sich eines Kundschafterszu bedienen, über dessen Schlauheit oder Einfalt er so wenig insKlare kommen konnte. Da übrigens bei der Sache nichts, alsetwa die Zuverläßigkeit der Auskunft zu wagen war, so sah erkeinen Grund ein, warum er den ertheilten Auftrag hätte wiederzurücknehmen sollen. Nachdem er den erbetenen Segen ertheilkhatte, stiegen unsere beiden Verschworenen gemeinschaftlich den Berghinab, sich unterwegs noch weiter über das Geschäft besprechend,welches der Kuhhirt übernehmen sollte. Sobald sie jedoch in dieNähe des Weges gelangten, wo sie beobachtet werden konnten,trennten sie sich und schlugen die ihren Zwecken entsprechendenRichtungen ein.

Viertes Kapitel.

»Und keine Alte, die am Rocken saß,

Bracht'S über's Herz, die Mähre zu verschweigen.'

Rogers.

Die in ihren Mantel gehüllte Frauengestalt hatte Gottlob Frincke'szeitige Einmengung so gut benützt, daß sie aus der KlanSnerhüttegelangte, ohne durch ihre Entfernung die Aufmerksamkeit deSBene-dictiners auf sich zu ziehen. Dagegen war die Wachsamkeit des jun-gen Berchthold nicht so leicht zu täusche». Er trat, als sie durch dieThüre glitt, bei Seite, blieb noch eine kleine Weile stehen, umdem Kuhhirten seine Absicht durch einen Blick kund zu thun, undeilte sodann der Verschwundenen nach. Hätte der Förster über dieIdentität der Person, welcher er folgte, noch einen Zweifel unter-halten, so würde ihn ihre leichte, rasche Bewegung überzeugthaben, daß wenigstens das Alter sie nicht bewogen hatte, ihrGesicht zu verhüllen. Kein Reh hätte mit mehr Behendigkeit dahineilen können, als die Flüchtige, sobald sie die Hütte des Klausnersverlassen hatte; auch ermäßigte sie ihre Hast nicht wesentlich, bis