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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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Deines MutheS und Deiner Geschicklichkeit bei Gelegenheit künftigerVergehungen sattsam zu genießen kriegen."

Daß ich damit der Kirche dienen werde, weiß ich wohl, ehr-würdiger Pater, und das ist eine Ehre, auf die ein Kuhhirt wohlstolz seyn darf; aber durch den Dienst, welchen ich der Kirche leiste,mache ich mir aus zwei triftigen Gründen Feinde auf Erdenerstlich, weil die Kirche in diesem Thale nicht in hoher Achtungsteht, und zweitens, weil die Leute einen Freund nicht deshalb lieben,weil er besser ist, als sie selbst. -Nein, Gottlob/ pflegte mein vor-trefflicher Vater zu sagen, ,stelle Dich gegen alle Deine Nachbarnso an, als setzest Du von Deinem eigenen Unwerth überzeugt, undDn kannst dann Alles sctzn, was Du scheinst. Nur unter dieserBedingung kann der Rechtschaffene in Frieden mit seinen Neben-menschen auskommen. Aber wenn Du Dich bei der Welt in Ach-tung setzen willst/ pflegte er bciznfügen, ,so fordere für Alles, wasDu thust, einen schönen Preis, denn die Welt glaubt doch nicht anDeine llneigennützigkeit. Wenn Du umsonst arbeitest, so meint sie,Du verdienest auch nichts. Nein/ und er schüttelte dabei den Kopf,,was man leicht erwirbt, wird nur wenig geschützt, während mandas Theure jederzeit nach seinem Preise anschlägt/"

Dein Vater war, wie Du, ein Mensch, der auf das sah, wasseinem Leibe wohl Ihat. Du weiß'st, wir Klosterleute führen keinSilber bei uns."

Ach, hochwürdiger Vater, weun'S auch eine Kleinigkeit anGold ist, so will ich wegen des geringen Unterschieds den Handelnicht abbrechen."

So sollst Du denn Gold erhalten. Ich gebe Dir bei meinemheiligen Amte die Versicherung, daß Dir das Bild des Kaisers inGold werden soll, sobald es Dir gelingt, uns die Kunde zu über-bringen, an der uns gelegen ist."

Gottlob blieb stehen, kniete nieder und bat den Mönch ehrer-bietig um seinen Segen. Letzterer willfahrte, zweifelte aber halb

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