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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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Sterbliche sind, hochwürdiger Pater, so können dergleichen Zufällig-keiten sogar einem Heiligen oder einem Benediktiner zufloßenich habe nie etwas UebleS gethan, ohne daß die Thal und alleihre Folgen mir in Buchstaben, die der kurzsichigstc Mensch lesenkonnte, auf Rechnung gebracht wurden, während meine Verdiensteund da ich nur ein Kuhhirte bin, so können sie wohl für achtbar ge-nug gelten zum größten Theil vergessen zu sepn scheinen. WaSnun Euern Abt oder Seine Hoheit den Churfursten oder sogar denGrafen Emich betrifft"

Den Sommerlandgrafen!" unterbrach ihn der Mönch lachend.

Sommer oder Winter, wie Ihr wollt, Vater Siegfried; erist Graf von Hartenburg und ein Edler von Leiningen. Aber sogarer kann keine Handlungen der Menschenliebe oder auch nur einereinfachen Gerechtigkeit begehen, ohne daß alle Welt die Gelegen-heit ergreift, sie auszuposaunen; und dies geschieht mit eben sogroßem Eifer, als man mich für den zufälligen Verlust eines Stück-chens Viehs oder irgend ein anderes kleines Versehen ausschimpftdenn Ihr wißt ja, wer unter Eurer heiligen Belehrung kühn ge-worden ist, kann wohl bisweilen auch gegen eine Sünde straucheln."

Du bist ein Casuist, und ein andermal muß ich es mit Dei-nem Seelenzustande schärfer nehmen. Vorderhand aber kannst Dudie Gunst der Kirche erwerben, indem Du Deine Dienste ein wenigmehr ihrem Interesse leihst. Ich habe bei Gelegenheit Deiner Besucheim Kloster wohl bemerkt. Gottlob, daß Du ein gescheidtcr, verständigerBursche List; aber bis auf diesen Augenblick hat sich für uns keinhinreichender Grund ergeben, von Deinem Witze den Gebrauch zumachen, zu dem wir wohl berechtigt sind, sofern uns aus unfernhäufigen Gebeten und den übrigen Tröstungen, die wir Dir schonzuwendeten, Ansprüche erwachsen."

Nehml'S nicht allzu genau, Vater Siegfried, denn Eure Wortedeuten wohl auf eine schwere Büßung hin."

Das läßt sich in Zukunft mildern, wo nicht ganz vermeide»,