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sagt inan nach, daß er seinen Leib in verschiedentlicher Weisetröste und recht Wahl den Unterschied kenne zwischen einen, echtenBecher Rheinweins und einem Schluck deS wässerigen Stoffes, dervon der andern Seite unseres GebirgS kommt, während derandere—ich weiß nicht, geschieht es ans Noth oder Liebhaberei —nur aus Quellen trinkt. Es ist tausend Schade, daß man nieweiß, was mau wählen soll — zeitliche Gemächlichkeit mit künftigerQual oder einen hungernden Magen mit einer glücklichen Seele.Glaubt mir, Vater Siegfried, wenn Ihr mehr die derartigen Prü-fungen, welche uns unwissende Jünglinge befallen, in'S Augefaßtet, so würdet Ihr uns nicht so schwere Bußübungen auferlegen,obgleich sie ohne Zweifel nur ein Erguß Eurer eigenen strengenTugend sind."
„Was also für Dich geschieht, hat nur Dein zeitliches undewiges Wohl im Auge. Wenn Du Deinen Geist in dieser Weisekasteiest so bereitest Du ihn allmählig vor für seine endliche Rei-nigung und vertierst durch einen lauteren Wandel nichts in denAugen Deiner Mitmenschen. Am Tage der großen Abrechnungwird Dir dafür Gerechtigkeit widerfahren."
„Ei, ich bin kein so gieriger Gläubiger, daß ich der Vor-sehung mit Mahnungen an mein Guthaben zusetzen wollte. Ich weißwohl, das, was kommen muß, läßt sich nicht verhindern, unddeßhalb will ich mir die Geduld als Tugend vornehmen. Jndeßhoffe ich, jene Abrechnung, von der Ihr uns so oft sagt, wird mitgebührender Rücksicht für den armen Mann abgehalten werden, dennoffen gesprochen, Vater, in dieser Welt kommen wir überall zu kurz."
„Du hast bei Deinen Nebenmenschen Credit um aller Deinerguten Thaten willen, Gottlob."
„Ich wollte, daß Ihr hierin Recht hättet! Es kommt mirvor, daß die Welt bereit genug ist. Einem tüchtig die Zeche zumachen, während sie beim Creditgeben so filzig ist, wie ein Geizhals.Ich habe nie etwas Böses gethan — und da wir Alle schwache