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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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beigetragen, Gottlob, wie sehr es auch Deiner Heerde zu Stattengekommen scyn mag."

Wenn Euer Hochwürdcn daran zweifelt, ob ich auch wirklichdas sey, was ich sage, so ist hier ein Beweis für die Richtigkeitmeiner Behauptung; denn ich kenne nichts, was eine» Menschenso vollpfropft und verwirrt, als das Lernen. Wer nur ein einzigesHorn hat, kann es nehmen und seines Weges gehen, während derBesitzer von vielen vielleicht seine Heerde verliert, so lang' er nochzwischen den bessern und schlechter» Instrumenten in der Wahlsteht. Der Eigenthümer eines einzigen Schwerdtes wird es ohneWeiteres ziehen und seinen Feind damit erschlagen; wer aber eineganze Rüstkammer hat, kann wohl um'S Leben kommen, währender sich Schild und Helm anpaßt."

Ich hätte nicht geglaubt, daß Du so geschickt im Antwortenwärest. Und Du glaubst also, das gute Volk von Dürkheimwerde sich zwischen der Abtei und dem Grafen neutral halten?"

Vater, wenn Ihr mir zeigen wollt, auf welcher Seite dergrößere Gewinn für fie liegt, so glaube ich, mit Sicherheit an-geben zu können, für welche Partie sie wahrscheinlich das Schwerdtziehen werden. Wie gesagt, unsere Bürger sind kluge Leute, undes trifft sich nicht oft, daß man sie gegen ihre eigenen Interessenfechten steht."

Du solltest wissen, mein Sohn, daß diejenigen, welchen indiesem Leben Alles nach Wunsch geht, die Magschale der Gerech-tigkeit im nächsten gegen sich haben werden, während der Leidendeim Fleisch höchst wahrscheinlich zu einer Schadlvshaltnng im Geistegelangt.",

Himmel! In diesem Falle, hochwürdiger Pater, dürfte esja in der andern Welt dem hochwürdigsten Herrn Abt von Limburgweit schlimmer ergehen, als einem Bauernknecht, der hier wie einHund lebt!" rief Gottlob mit einer Miene von Verwunderung undEinfalt, welche seinen Zuhörer völlig irre führte.Dem Einen