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„Das finde ich ganz natürlich. Freilich darf man nicht allennatürlichen Wünschen Nachsicht zu Theil werden lassen; indeß seheich doch nicht ein, welche Gefahr eS bringen könnte, wenn mansich seines Glückes bewußt ist."
„Von der Gefahr will ich eben nichts sagen, Vater, wohlaber von der Behaglichkeit, die darin liegt; und wenn ich dies in'sAuge fasse, so gibt es keinen jungen Menschen in Dürkheim, dermit größerer Sicherheit hievon reden könnte, als ich."
„Gottlob," entgegnete der Benedictiner, indem er sich un-willkürlich in der Weise eines Mannes, der eine vertrauliche Mit-theilung eröffnen will, näher an seinen Begleiter drängte, „weilDu gerade von Dürkheim sprichst, so kannst Du mir vielleichtetwas über die Stimmung sagen— wie nämlich die dortigen Bürgerden Zwist zwischen unserem heiligen Abte und dem Herrn Emichvon Hartenburg ansehen."
„Wenn ich Euer Hochwürden aus dem Grunde meines Herzensdie Wahrheit sagen sollte, so müßte ich Euch mittheilen, daß dieBürger die Angelegenheit in einer Weise beendigt wünschen, diefortan keinem Zweifel mehr Raum gäbe, welcher Partei sie ammeisten zu Gehorsam und Liebe verpflichtet find; denn sie findencs trotz ihres Eifers doch ein wenig hart, daß beiderseits so schwereAnsprüche an ihre Dienstleistungen gemacht werden."
„Du kannst nicht Gott und dem Mammon zugleich dienen,mein Sohn; so sagt Einer, der nicht täuschen konnte."
„Dasselbe sagt auch die Vernunft, hochwürdiger Pater. NmEuch übrigens meine innerste Seele mit einemmale aufzuschließen,so glaube ich, daß es nicht einen einzigen Menschen in unsremDürkheim gibt, der sich nicht für gelehrt genug hielte, in diesemPfiichtenstreite zu sagen, wo Gott und wo der Mammon zu finden ist."
„Wie, ziehen sie etwa gar unsere heilige Sendung, unseregöttliche Botschaft — kurz das, was wir wirklich sind, in Frage?"
„Niemand ist so keck, sagen zu wollen, daß die Mönche von