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Die letztere Thatsache klärte sich nun auch denjenigen zureichendauf, welche um ihres wechselseitigen Mißtrauens willen mit wenigerUmständen, als gewöhnlich, über die Schwelle der Hütte traten.Das Licht im Innern rührte von einem Neißbündel her, der aufdem ärmlichen Heerde brannte, verbreitete aber hinreichende Helle,um dem Mönch und seinen Begleitern zu zeigen, daß der Klausnernicht allein war. Man hatte augenscheinlich ihre Fußtritte ver-nommen, denn eine weibliche Gestalt benützte diese Ankündigungum sich von ihren Knieen zu heben und ihren Mantel so übersich herzuwerfen, daß ihr Antlitz völlig verhüllt wurde. Sie warkaum damit zu Stande gekommen, als der Benedictiner mit sei-ner schwarzen Kutte die Thüre verdunkelte, während ihm Berchtholdund sein Freund mit lebhafter Neugierde, in welche sich Uebcr-raschung mischte, über die Schultern schauten. Der Klausner warseiner Gestalt und seinem Gesichte nach ein Mann von mittleremAlter. In seinem Auge sprach sich Geist und Lebhaftigkeit aus,obschon seine Bewegungen die vorsichtige Bedächtigkeit kundgabcn,welche lange Erfahrung allmählig in die Geberdungen derjenigenlegt, die nicht vergebens gelebt haben. Er ließ weder Besorgniß,noch Verwunderung über den unerwarteten Besuch blicken, sondernbetrachtete einfach seine Gäste wie ein Mann, der sich von ihrerIdentität überzeugen will, und forderte sie dann durch einenleichten Wink zum Eintreten auf. Der Benedictiner gehorchte miteinem Blicke argwöhnischer Eifersucht, denn bis jetzt hatte er nochnie Grund zu der Annahme gefunden, daß der Klausner einen sotiefen Einfluß auf die Gemüther der Jugend gewonnen habe, alssich vielleicht aus der Anwesenheit des unbekannten Frauenzimmersfolgern ließ.
„Ich habe zwar wohl von Deinem heiligen Leben und DeinemGebetseifer Kunde erhalten, ehrwürdiger Einsiedler," begann er ineinem Tone, der in mehr als einem Sinne des Ausdrucks fragendklang, „wußte aber bis auf diesen Augenblick nicht, daß Du mit