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spräche des Fremden Hoffnungen baute und Pläne zu Erreichungzeitlicher Zwecke darauf gründete. Die Nachricht von seiner Ankunftverbreitete allgemeine Freude, welche nur von dem Grafen Emich,dem Dürkheimer Magistrate und den Limburger Mönchen nichtgetheilt wurde. Der stolze, kampflustige Ritter hegte in Folgeseiner angestammten Feindschaft gegen das benachbarte Kloster,welches sich seit Menschenaltern um die Herrschaft über das Thalmit seiner Familie stritt, ein unvertilgbareS Borurtheil gegen alleDiejenigen, welche ihr Leben dem Himmel weihten, und die Herrenvom Rathe unterhielten eine geheime Eifersucht gegen jeden Ein-fluß, der sich nicht auf Landesbrauch und Gesetze gründete, währenddas Mißtrauen der Mönche in jener geheimen Triebfeder derMenschennatur zu finden war, welche es uns unangenehm empfindenläßt, wenn wir in Dingen, die zu unserem Berufe gehören, über-troffen werden, selbst wenn sich'S dabei um höhere Gottseligkeithandelt. Bisher hatte der Abt von Limburg in allen Vermittelungenzwischen Erde und Himmel als letzte Instanz gegolten, und da diesesAnsehen das Recht der Verjährung für sich hatte, so durfte er sichdesselben lange in jener sorglosen Sicherheit erfreuen, welche inZeiten des Glückes so oft dem Falle vorangeht.
Diese Abneigung von Seiten der Hochstehenden und Gewaltigenhätte das Leben des Klausners im mindesten Falle sehr ungemächlich,wo nicht entschieden unsicher machen können, wenn nicht das Gleich-gewicht durch entschiedene Gegenkräfte hergestellt worden wäre.Die Volksmeinung . hielt, vom Aberglauben unterstützt, ihrenSchild über die niedrige Hütte, und Monat um Monat entschwandnach der Ankunft des Fremden, ohne daß er andere Kundgebungenals die der Ehrfurcht, welche ihm die Masse zollte, hatte befahrendürfen. Ein zufälliges Zusammentreffen mit Berchthold reiftezur Vertraulichkeit heran, und der Leser wird im Laufe unsererErzählung finden, daß es auch noch andere Personen gab, denendie Gebete und Rathschläge des Klausners nicht glcichgiltig waren.