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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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Da Ihr Euch ohne Zweifel in preiswürdiger und frommerAbsicht so weit bemüht habt, meine Söhne," sagte er,so laßteuch durch meine Anwesenheit von eurem Vorhaben nicht abbringen,Mir wollen gemeinschaftlich nach der Zelle des heiligen Einsiedlersgehen, und wenn aus seinem Segen oder seiner Belehrung Vor-theil zu erhalten ist, so glaubt mir, baß ich nicht so ungerecht sehnwerde, irgend einen von euch um seinen Anthcil zu beneiden."

Die Art, wie die Mönche von Limburg sich selbst zum Bestenihrer Mitchristen Vortheile versagen, ist nah und fern im MundeAster, und Eure Großmulh, hochwürdiger Pater, liefert nur einenneuen Beleg für den wohlverdienten Ruf, in welchem die ganzeBrüderschaft steht."

Da Gottlob diese Worte in sehr ernstem Tone sprach und sichehrfurchtsvoll dabei verbeugte, so ließ sich der Benedictiner einiger-maßen täuschen, obschon er nicht umhin konnte, beim Eintritt indie Hütte einen Blick des Argwohnes nach dem Hirten zu entsenden.

Drittes Kapitel.

»Er kömmt zuletzt in hoher Lieblichkeit;

Woher? Sie Wissens nicht und brauche»- nicht zu rächen."

Lara.

den Tagen, in welchen man sündhafte Handlungen haupt-sächlich durch Aberglauben wieder gut zu machen suchte und dieSklaven wilder Leidenschaften des Glaubens lebten, sie könnten ihreReue nur durch auffastende Handlungen physischer Selbstverläug-»ung an den Tag legen, war die Welt oft Zeuge von Beispielen,daß sich Leute ihren Verlockungen entzogen und in Höhlen oderKlausen krochen, um daselbst recht augenfällig der Buße und demGebete zu leben. Daß diese außerordentliche Schaustellung vonFrömmigkeit häufig nur der Mantel des Ehrgeizes und des Truges war,