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Euer schneller und scharfer Blick rasch genug erkannt hat. Ich willmeine Jahre nicht verläugncn, und wenn ich dieß auch beabsichtigte,so würde der Teufel, welcher alle Personen zwischen fünfzehn undfünf und zwanzig in der Gestalt irgend eines schwindelköpfigen Ge-brestes gefangen hält, den Trug bald verrathen."
„Von Dürkheim, mein Sohn?"
„Da die Rechtsansprüche auf diesen Berg zwischen der Abtei undder Stadt im Streit liegen, so dürften wir wohl nicht hoher in EurerGunst zu stehen kommen, frommer Mann, wenn wir ja sagten."
„Du läßt der Abtei durch diesen Argwohn wenig Gerechtigkeitwiderfahren, mein Sohn. Wir könne» die Rechte der Kirche, diein ihre» zeitlichen Gütern einem unwürdigen und sündigen Ver-bände armer Brüder vertraut sind, recht wohl vertheidigen, ohnelieblos gegen diejenigen zu sehn, welche bessere Ansprüche zu habenglauben, als wir. Die Liebe zum Mammon ist nur schwach in denHerzen derjenigen, die sich einem Leben der Selbstverläugnung undReue geweiht haben. Du kannst also dreist heraussagen, daß Duvon Dürkheim sehest, ohne meinen Unwillen befürchten zu müssen."
„Nun, wenn Ihr einmal so wollt, mein wohlwollender Pater,so will ich keck heraussagen, daß wir von Dürkheim sind."
„Und Ihr seyd gekommen, um Euch bei dem heiligen Einsied-ler der Cedern Raths zu erholen?"
„Es ist nicht nöthig, hochwürdiger Pater, einem Manne vonEurer Menschenkenntniß zu sagen, daß der Kitzel, die Nase in dieAngelegenheiten seiner Nebenmenschen zu stecken, die Erbsünde allerKleinstädtler ist. Himmel! Wenn sich unsere würdigen Bürgermeisternur ein wenig Zeit nehmen wollten, von anderer Leute Sachen ab-zusehen und vor der eigenen Thüre zu kehren, so würden beideTheile gewinnen, die gestrengen Herren in ihrer Habe und wir inunserer Gemächlichkeit."
Der Benedictiner lachte und winkte den Jünglingen, ihm zufolgen, während er selbst der Hütte zu ging.