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daß unser ehrlicher Anachoret so große Vorliebe dafür hat, sich Nachtsdem Teufelsstein zu lüften," sagte der letztere. „Ich kann jetzt seinerGesellschaft lange nicht mehr den früheren Geschmack abgewinnen."
„Du wirst Dich doch nicht fürchten, Gottlob—Du, dessen Muthsich unter unseren Jünglingen eines so guten Rufes erfreut?"
„Und ich selbst werde der Letzte seyn, der mich der Feigheitoder irgend einer anrüchigen Eigenschaft beschuldigt, Freund Förster;aber Klugheit ist auch in jungen Jahren eine Tugend, und der Abtvon Limburg selbst müßte dieß beschwören, wenn er hier wäre—"
„Er ist nicht in seiner eigenen hochwürdigen und achtbaren Per-son gegenwärtig," ließ sich nun eine Stimme so nahe an Goltlob'SOhr vernehmen, daß dieser hurtig bei Seite sprang; „aber ein Mann,der einen Theil Seiner Heiligkeit bescheiden repräsenliren kann, istbereit, die Wahrheit Deiner Aeußerung zu bestätigen, mein Sohn."
Die betroffenen jungen Männer sahen jetzt, daß sich ihnen un-erwartet ein Mönch von der anderen Seite des Gebirges ange-schloßen hatte. Sie befanden sich auf den Ländereien der Abteioder vielmehr auf einem Grunde, der einen Streitgegenstand zwischenden Bürgern von Dürkheim und dem Kloster bildete, in Wirklichkeitaber sich im Besitze des Letzter» befand, weshalb sie sich als Dienst-leute deö Grafen von Hartenburg nicht sehr sicher fühlten. Siegaben daher keine Antwort und suchten beiderseits irgend einenscheinbaren Vorwand ihres Besuches an einem Platze zu ersinnen,der sonst so wenig begangen wurde und bei dem benachbarten Land-volke nicht sehr in Gunsten stand.
„Ihr seyd wohl junge Leute von Dürkheim?" fragte derMönch, indem er sich bemühte, bei dem unvollkommenen Lichte, dasdurch die Zweige der dunkeln Cedern drang, die Züge der nächtli-chen Wanderer zu mustern.
Gottlob, dessen Hauptschwäche in seiner allzugroßen Znngen-geläufigkcit bestand, nahm das Geschäft der Antwort ans sich.
„Wir sind junge Leute, hochwürdiger Vater," versetzte er, „wie