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Kreuz schlug und ein ^vo vor mich hinsprach; aber ein Blick nachOben überzeugte mich, daß der Stein besetzt war —"
„Besetzt? Für besessen habe ich ihn zwar stets gehalten, aberdoch ließ ich mir von einem Besetztseyn nie etwas träumen."
„ES saß Jemand auf dem obersten Vorsprunge, und ich konntedie Umrisse so deutlich sehen, wie die des Felsen selber."
„Darauf zeigtest Du die Behendigkeit, welche Dich bei dem Gra-fen so sehr in Gunst setzte und Dir gu Deinem Försterposten verhalt."
„Ich hoffe, der Muth, die Pflichten meines Amtes in Aus-führung zu bringen, hat sein Gewicht bei Herrn Emich," entgegneteBerchthold etwas hastig. „Ich bin nicht davon gelaufen, Gottlob,sondern redete .das Wesen an, welches sich zu so später Stundeeinen so merkwürdigen Sitz gewählt batte."
Ungeachtet seiner erkünstelten Scherzhaftigkeit zog sich derKuhhirt unwillkürlich näher an seinen Begleiter und sandte zugleicher Zeit einen Seitenblick in die Richtung des unheimlichen Felsen.
„Du scheinst unruhig zu werden, Gottlob."
„Meinst Du, ich habe keine Eingeweide im Leibe? Wiesollte ich nicht unruhig werden, wenn ich einen meiner Freundein einer solchen Klemme weiß? Der Himmel behüte Dich, Berchthold,ich könnte nicht größer in Sorge kommen, und wenn die beste Kuhin meiner Heerde zu fressen aufhörte. Hast Du Antwort erhalten ?"
„Ja," entgegnete der Förster, und fuhr dann in der sinnendenWeise eines Mannes fort, der einzelne Lichtblicke einer ihm lang ver-borgenen Wahrheit erhalten hat; „und der weitere Verlauf belehrtemich, daß die Furcht uns manchmal hindert, die Dinge zu sehen.Wie sie sind, woraus denn oft unsere Jrrthümer Nahrung ziehen.Ich erhielt Antwort, und zwar in einer menschlichen Stimme — daswürden wohl die wenigsten Dürkheimer geglaubt haben."
„Nun, darin liegt Ermuthigung, und wenn sie auch heiserergewesen wäre, als das Gebrülle eines Stiers."
„Sie klang sanft und war verständigen Inhalts, Gottlob,