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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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Gemach, gemach, Freund Förster; was Du mit so unehrer-bietigen Namen bezeichnest, ist die Ansicht aller derer, welche inoder um Dürkheim wohnen. Sei) es Ritter oder Mönch,. Bürgeroder Graf, Alle haben gleiche Achtung vor unser» ehrwürdigenUeberlieferungen. Tausend Sechs und Zwanziger, was müßte ausuns werden, wenn wir nicht so eine Mordsage oder sonst ein der-artiges schauerliches und ehrfurchtgebietendes Schauspiel hätten, umes denBußen, Gebeten und Messen der Limburger Mönche gegenüberzu stellen. Blähe Dich meinetwegen in Deiner Weisheit und Philo-sophie, so viel Du willst, mein guter Milchbrudcr, aber laß unsunfern Teufel, wäre eS auch nur, damit wir dem Abt damit zuLeibe steigen können."

Trotz Deiner hohen Worte weiß ich doch, daß im Grundedes Herzens von uns beiden keiner eine größere Furcht vor ebendiesem Berge hegt, als Du, Gottlob. Habe ich nicht schonselbst gesehen, wie Dir die kalten Schweißtropfen über die Stirnerannen, wenn wir nach Einbruch der Dunkelheit über die Haidegingen?"

Weiß'st Du auch gewiß, daß eS nicht der Thau war? Inunseren Bergen gibt'S viel von dieser Feuchtigkeit, mag auch sonstdie Erde noch so trocken seyn."

Nun, so soll'S meinetwegen der Thau gewesen seyn."

Um Dir einen Gefallen zu erweisen, Berchthold, würde ichbereitwillig schwören, eS sey ein Rohrbronnen gewesen. Aber washast Du mit dem Felsen und dem Sterne weiter angesangen?"

An ihrem Wesen ließ sich nichts ändern. Ich stelle michfreilich nicht so gleichgiltig an gegen die geheimnißvolle Nacht,welche die Erde beherrscht, wie Du, aber Du weißt wohl, daßmich die Furcht nie von diesen Bergen fern gehalten hat. AIS ichbeim Näherkommen meinen Jrrthum einsah, wollte ich mich schonwieder abwcnden und ich räume bereitwillig ein, daß ich einDie Hcidenmauer. L