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„Müssen denn nothwendiger Weise auch die Zähne müßig oderdie Kehle trocken sehn, Meister Förster, weil der Pfad verborgen liegt?"
„In einem solche» Augenblicke schweigen Hunger und Durst,weil man sich nach nichts Anderem sehnt, als dem gewöhnlichenVerkehr mit der Erde zurückgegeben zu werden. Man fühlt sichwieder in die Hülslosigkeit eines Wickelkindes eingesetzt und trägtdoch alle Bedürfnisse und Gewohnheiten des Mannes im Sinne."
„Wenn Du einen solchen Zustand eine Wiedereinsetzung nennst,Freund Berchthold, so will ich St. Benedict um seine Fürsprache an-gehen, damit ich abgesetzt bleiben möge bis an das Ende meiner Tage."
„Wo die Erinnerung eines so hülslosen Augenblickes noch frischim Gedächtniß ist, legt man nicht jedes Wort auf die Wagschaale.Aber als ich meine Verlassenheit so recht lebhaft fühlte, kam ichaus dem Jagdgehäge auf diese Berghaide heraus. Bei dieserGelegenheit zeigte sich meinen Blicken ein Gegenstand, der wie einHaus aussah, und es kam mir vor, als blinke ein Helles Lichtdurch das Fenster desselben. Jetzt fühlte ich mich dem Verkehr mitmeinem Geschlecht wieder znrückgegeben."
„Nun bedienst Du Dich Deiner Ausdrücke doch mit mehrUmsicht," sagte der Kuhhirt tief Athem holend, wie ein Mann, derfroh ist, daß eine Schwierigkeit endlich doch überwunden wurde.„Ich hoffe, es war die Wohnung irgend eines wohlhabendenGrundsaffe» des Grafen Emich, dem eS nicht an den Mitteln fehlte,einer bedrängten Seele Tröstung zu geben."
„Gottlob, die Wohnung war nichts Anderes, als der Teufels-stein, und das Licht ein blinkender Stern, der zufälliger Weise ineiner Linie mit dem Teufelsstein stand."
„Da kann ich mir denken, Meister Berchthold, daß Du nichtzweimal an der Thüre um Einlaß klopftest."
„Der weibische Aberglauben und die Volkssagen, mit denenman sich über unsere Berge trägt, üben keinen sonderlichen Einflußauf mich, aber" —