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„Ich weiß wohl, Du stehst bei einigen von der Brüderschaft inGunsten, und es vergeht selten eine Woche, in welcher Du nicht voreinem oder dem andern ihrer Altäre kniest. Bei mir ist'ü übrigensnicht so; denn seit der Buße, die sie mir wegen jener Geschichteauflegten, als ich mir ein Bischen Freiheiten mit einer ihrerHeerden erlaubte, habe ich für ihre geistliche Kost einen gar schwa-chen Magen."
„Und doch hast Du im Laufe eines Monats den Petersgroschenbezahlt, Dich beim Gebet eiugefunden und Pater Arnolph DeineSünden gebeichtet."
„Was willst Du auch von einem Sünder verlangen? Ich gabdas Geld auf das Versprechen hin, daß ich es mit Wucherzinsenzurückerhalten werde, und zum Beten ließ ich mich heran wegeneines verwünschten Zahnwehs, das mich zeilenweise weit schlimmerplagte, als der Teufel eine arme Seele in der Hölle peinigen kann.Was dann weiter das Beichten betrifft, so geschieht dieß immer mitgebührender Vorsicht, seit meine ungemeine Aufrichtigkeit in Be-treff der Heerde jene Buße über mich verhängt hat. Die Wahr-heit zu sagen, Meister Berchthold, die Kirche kommt mir vor, wieein Weib zwei Jahre nach der Hochzeit — angenehm genug, wennman sie gewähren läßt, aber eine AllerweltS-Here, wenn man ihremWillen in die Quere kömmt."
Der junge Förster wurde nun gedankenvoll und schweigend.Sie befanden sich in der Nähe des Dorfes, welches den Mönchenvon Limburg gehörte, und sein geschwätziger, muthwilliger Begleiterhielt es deshalb für paffend, aus Beweggründen der KlugheitBerchthold'S Rückhaltung nachzuahmen. Der künstliche, kleine Seedessen wir in der Einleitung Erwähnung thaten, war schon damalsvorhanden, obschon das Wirthshaus mit dem ehrgeizigen Ankerim Schilde die Frucht eines weit später» Unternehmungsgeistesist. Sobald die jungen Männer eine Schlucht erreicht hatten,welche in der Nähe der Stelle, wo jetzt die Schenke steht, in'S