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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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anderes Gespräch vertausche». Die Kühe sind voll und werden denMilchmädchen keine vergebliche Mühe machen; auch liegt wenigdaran, woher das Futter kömmt ob es durch Herrn EmichsWaiden oder durch ein kirchliches Wunder beigeschafft wird. Duhast Deine Hunde heute nicht viel angestrengt, Berchthold?"

Ich nahm sic nur um der frischen Luft und der Bewegungwillen in'S Gebirg. Sie verfolgten vor einer Weile die Spur einesRehbocks; aber da alles Wild in dieser Jagd unsrem Herrn gehört,so hielt ich es nicht für paffend, sie schneller gehen zu lassen, alseben nüthig ist."

Ich freue mich, Dich so sprechen zu hören, denn ich zähle aufDeine Begleitung, wenn ich nach geschehenem Tagewerke den Bergerklettere. Die kleine Anstrengung kann Deinen Beinen nur gut thun."

Du hast mein Wort, ich werde es nicht fehlen lassen; damitwir aber keine Zeit verlieren, wollen wir uns hier trennen, um unsin dem Dorfe wieder zu treffen."

Der Förster und der Kuhhirt nahmen durch Zeichen von ein-ander Abschied und, trennten sich. Ersterer verließ die öffentlicheStraße und bog rechts in einen Fußweg ein, der über einen schma-len Wiesengrund und über den Bach nach dem Fuße des entgegen-gesetzten Berges führte. Gottlob dagegen ging in der Richtungdes Dorfes fort, das jetzt sichtbar wurde und einen engen Paß imThale an einer Stelle, wo das letztere fast einen rechten Winkelbildete, völlig ausfüllte.

Der erstere Weg führte den Förster nach einer Wohnung, diesehr verschieden von der ärmlichen Hütte war, nach welcher der Kuh-hirt seine Schritte lenkte. Ein massenhaftes Schloß lag auf einervorspringenden Bergspitze über der Häusergruppe in der Schlucht undblickte drohend auf Alle nieder, welche in den Paß einzudringensuchten. Das Bauwesen selbst war in gewaltigen, aber unregel-mäßigen Verhältnissen ausgeführt. Die neueren Theile bestandenaus runden Eckthürmen, die auf dem äußersten Rande des Felsen