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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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Geist so noihwendig ist, den frommen Mönch in Leidenschaft zu jagen,indem ich ihm Bericht erstatte über alle die Sprünge irgend einerungezogenen Kuh, der man ohne ihren Hirten so wenig trauen kann,als es angeht, eine Jungfrau vor den Jahren der Vorsicht ohneihre Mutter oder allerweuigstens eine scharfsichtige alte Base aufden Jahrmarkt zu lassen."

Ich sage Dir, Gottlob, sieh Dich vor; denn obschon HerrEmich kein Freund der Mönche ist, so könnte er Dich doch achtTage bei Wasser und Brod in'S Loch setzen, oder Deinen Rückenmit der Peitsche Bekanntschaft machen lassen, wenn ihm zu Ohrenkäme, daß einer seiner Knechte sich eine derartige Freiheit mit denRechten eines Nachbars genommen hat."

So soll Herr Emich nur die Klostetleute von dem bestenWaidegrund in der Nähe des Jägerthals vertreiben. Fleisch undBlut kann'S nicht mit ansehen, wenn die Thiere eines adelichen Herrnnach einigen bitter» Kräutern mit den Zähnen in die Erde grabensollen, während das Klostervieh sich das schönste und süßeste Grasbehagen läßt. Was willst Du auch, Meister Berchthold? Die Mönchevon Limburg essen das fetteste Wildpret, trinken den besten Wein,sprechen von allen Mönchen in der Christenheit die kürzesten Gebeteund, potz Tausend, eS gibt Leute, welche ihnen noch obendrein zurLast legen, baß sic die hübschesten Mädels Beicht hören. Was dasLoch bei Wasser und Brod betrifft, so weiß ich aus Erfahrung, daßsich keines dieser Heilmittel mit einer melancholischen Constitutionverträgt, und ich fordere den Kaiser oder gar den heiligen Vaterselbst heraus, ein solches Mirakel zu wirken, das meinen Rücken mitder Peitsche in Bekanntschaft bringen könnte."

Das ist bei Dir nicht mehr nöthig, weil es schon lange ge-schehen ist."

So legst eben Du die Sache aus, Meister Berchthold, und ichwünsche Dir Glück zu Deinem schnellen Witz; aber wir kommenaus dem Wald hinaus und wollen jetzt diese Frage gegen ein