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das Instrument von seinen Lippen und lauschte, bis der letzte Halldes fernen Echos verklungen war, als ob er eine Antwort erwarte.Seine Erwartung wurde nicht getäuscht, denn alsbalo klang ein er-wiedernder Ton die Schlucht herunter, welcher durch das Gehöl;dröhnte und die Herzen mancher seiner Insassen vor Furcht schnellerschlagen ließ. Der Klang des unsichtbaren Instrumentes war weitschriller und seltsamer, als der des Jagdhorns, obschon es ihm nichtan melancholischem Wohllaute gebrach. Der junge Förster schienihn wohl zu verstehen, denn er hatte ihn kaum vernommen, als ersein Horn wieder in die Schnur schlang, das Gewehr schulterte undeine erwartende Haltung annahm.
Eine Minute später erschien weiter oben in der Schlucht einanderer Jüngling in dem Pfade, der sich langsam dem Förster näherte.Sein Anzug war ländlich, wie ihn die Bauern zu tragen pflegten,und in der Hand hielt er eine lange, dünne, gerade Nähre vonKirschbaumholz, die fest mit Rinde umwickelt und oben mit einemMundstücke versehen war, während sich am untern Ende ein trom-petenartiger Becher befand. Wie er näher kam, ließ sich in seinemGesichte ein Anflug von Verdruß entdecken, der sich übrigens eherkomisch, als ernst ausnahm — ein Eindruck, der vielleicht auf Rech-nung eines großen FilzhuteS zu schreiben war, dessen breite Vor-derkrämpe niederfiel, während die Hintere possierlich anspruchsvollzugespitzt aufgeschlagen war. Seine Beine stacken, wie die des För-sters, in einer Art von Lederhosen, welche die Füße unter den Knieennackt und frei ließen, während das gedachte Kleidungsstück los undungeknöpft um dieses wichtige Gelenk hing, so daß dessen Bewegun-gen durchaus kein Zwang angethan wurde.
„Du bleibst lange aus, Gottlob," begann der junge Förster,als der Bauer näher kam, „und der gute Einsiedler wird cs unsnicht sehr Dank wissen, daß wir ihn von seinem Gebete abhalten.Was ist aus Deiner Heerde geworden?"
„Darüber mußt Du den heiligen Mann^auf der Heidenmauer