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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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durchdrungen ist. Dann folgte der Römer mit seinen Göttern, mitseiner scharfsinnigen und ansprechenden Philosophie, mit seinen ge-borgten Kunstschätzen, mit seiner wohlüberlegten und Alles über-wältigenden Thatkrast, mit seiner Prunkliebe, so großartig in ihrerWirkung, aber so schmutzig und ungerecht in ihren Mitteln, undendlich vor Allem mit jenem leuchtthurmartigen Ehrgeize, welcherseine Hoffnungen auf dem Meere der eigenen Unendlichkeit scheiternließ, im eigenen Sturze die Falschheit des Systems bekundend.Die Gedenktafel vor mir zeigte mir die Mittel, durch welche erseine Macht gewonnen und verloren hatte. Die Barbaren mußtenin der bitteren Schule der Erfahrung lernen, wie sie ihre Rechtewieder erringen konnten, und in der Aufregung des Augenblickswurde es mir nicht schwer, mir die Hunnen zu vergegenwärtigen,wie sie in'S Lager hcrcinströmten und die Wahrscheinlichkeiten ihresSieges aus den Spuren berechneten, welche ihnen hier von demScharfsinn und den HülfSguellen ihrer Feinde zurückgeblieben waren.Das Gewirre nebliger Bilder, welches nun folgte, war ein treuesSymbol der nächsten Periode. Aus der Dunkelheit derselben erhobsich nach der langen und ruhmvollen Regierung Carls dcS Großendas Ritterschloß mit dem Faustrecht und den maßlosen Ungerech-tigkeiten. Dann kam die Abtei, ein Erzeugniß jener milden undnachsichtigen Religion, welche wie ein Sonnenstrahl auf Erdenerschienen war, um den falschen Glanz eines Schauplatzes zu ver-dunkeln , in welchem das natürliche Licht einem feilen und trügeri-schen hatte weichen müssen. Es erhob sich nun der lange undselbstsüchtige Kampf zwischen feindlichen Principicn, die noch immernicht ihre Ausgleichung gefunden haben der Kampf zwischengeistiger und physischer Gewalt. Die erstere, welche sich nicht reinund vollkommen erhielt, ließ sich zu Winkelzügen und Trug herab.