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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
Entstehung
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eS gewesen seyn, wenn die Pfalz ein See war) wird sehr durcheinen einzeln in der Mitte stehenden Berg geschmälert, der unge-fähr den vierten Thcil des Raumes einnimmt und ohne Zweifeleine Insel bildete, so lange das Thal als abgeschiedene Bai mitdem Hauptsee in Verbindung stand. Der Gipfel dieses Bergesoder JnselhügelS ist eben, hat eine unregelmäßige, ovale Formund umfaßt zwölf oder sechszehn Morgen Landes. Hier liegendie Trümmer von Limburg, der unmittelbare Gegenstand unseresBesuches.

Der Berg stieg mehrere hundert Fuß sehr schroff an, undüberall kam unter dem spärlichen Boden röthlicher Quadcrsandsteinzu Tage. Die Sonne brannte mit Macht auf daS Gestein, undich machte mir eben Gedanken, ob ich die Wanderung überhauptfortsetzen sollte, oder nicht, als der Schneider mit dem Eifer einesneugebornen MutheS herankam.

Voioi Christian Kinzel!" rief A.., dem ein neuer Anblickstets als Sporn diente, und der, trotz seiner Jugend, bereits mitBegier die Alpen und den Apennin, den Jura und das calabrischeGebirg, Thürme, Monumente und Dome, kurz Alles erstiegen hatte,was dazu diente, ihn in die Luft zu erheben-Allons, xrimpons!"

Wir kletterten bergan, wanden uns durch die Terrassen, aufdenen Rebstöcke und Gemüse gepflanzt wurden, und erreichten balddie natürliche Platform. Der Gipfel bot uns eine herrliche Aus-sicht, die ich übrigens an einem geeigneteren Orte schildern will.Die ganze Fläche des Hügels zeigte Spuren von der früherenAusdehnung der Abtei, da eine Mauer dieselbe umschlossen hatte;die Hauptgebäude aber standen und stehen zum Theil »och auf derAnhöhe und ziehen sich bis an den Rand des östlichen Absturzes.Die Ueberreste waren noch immer zureichend, um die ursprüngliche