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so daß die Gewässer abfli'eßen und das fruchtbare Thal zurncklaffenkonnten. Als wir uns Dürkheim näherten, bemerkten wir unregel-mäßige Sandhügel, welche zur Bestätigung dieser nicht üblenHypothese dienen dürsten, denn das Vorherrschen der Nordwindemag wohl die leichteren Erdtheile mehr nach dem südwestlichen alsnach dem anderen Ufer geführt haben. Wenn wir noch beifügen,daß das Aussehen der östlichen Bergkette hinreichend durchbrochenund unregelmäßig ist, um schon zu seyn, zugleich aber stets bestimmtescharfe Umrisse zeigt, so glauben wir genug gesagt zu haben, umin unserer weiteren Erzählung begriffen werden zu können.
Einer der Pässe, welcher seit unsürdenklichen Zeiten den Ver-kehr zwischen dem Rhein und dem Lande westlich vo» den Vogesenvermittelt, führt durch den tiefen Thaleinschnitt in der Nähe vonDürkheim nach dem Blachlande. Die Poststraße folgt den Thal-windungen, steigt allmählig bis zu dem höchsten Bergkamme hinan,zieht den Strombetten nach, deren Wasser in die Mosel abfließt,und senkt sich eben so allmählig gegen das Herzogthum Zweibrückennieder, welches aus der anderen Seite der Gebirgskette liegt. DerBesitz dieses Passes bildete daher in Zeiten der Gesetzlosigkeit undGewalt an sich schon ein Anrecht an Auszeichnung und Macht, daaste Durchreisenden mit Leib und Habe mehr oder weniger derGnade seines Inhabers verfallen waren.
Nachdem wir die Stadt verlassen, bog ich mit meinem kleinenBegleiter »»verweilt in den Thaleinschnitt ein. Der Paß selbstwar schmal, erbreiterte sich aber bald zu ungefähr einer halbenStunde, und wir entdeckten außer dem Wege, durch welchen wirhcreingekommen waren, noch zwei oder drei weitere AuSgänge, vondenen übrigens nur ein einziger auf größere Entfernung begehbarblieb. Der Umfang dieses ThaleS oder Beckens (denn dies mußte