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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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letzteren gehörten die Fürsten von Leini'ngen, deren Bcsttzungen ur-sprünglich der französischen Republik, dann aber dein Kaiserreicheinverleibt wurden, zuletzt aber unter den Scepter des Königs vonBaiern kamen, welcher als der rechtmäßige Erbe deS-benachbartenHerzogthums Zweibrücken in diesem Theile Deutschlands einen hin-reichend kräftigen Kern von Besitzungen besaß, um dem WienerCongreß, der am Rhein eine Schranke gegen die kräftige Vergrö-ßerung Frankreichs ziehen wollte, Anlaß zur Erweiterung desgedachten Gebietes zu geben. Da es den entthronten Souvcrainengestaltet ist, ihre Titel beizubehalten und im Nolhfalle die regie-renden Zweige verschiedener fürstlichen Familien mit Gatten undGattinnen zu versehen, so paßt der Ausdruck mediatisirt rechtgut für ihre Lage.

Der junge Fürst ist erst in der letzten Woche liier gewesen,"fuhr der Ochsenwirth fort,und bewohnte einige Tage jenen Flügel.Sie wissen, daß er ein Sohn der Herzogin von Kent und ein Halb-bruder der jungen Prinzessin ist, welche wahrscheinlich mit der Zeitauf dem Throne von England sitzen wird."

Hat er Besitzungen hier, oder steht er noch in irgend einerWeise mit Eurer Regierung in Verbindung?"

Man hat ihn mit Geld oder mit Gütern auf der andernSeite des Rheins abgefunden. Er besuchte die Trümmer des altenSchlosses, denn man kann sich denken, daß er ein Verlangen trug,die Wohnstätte seiner Vorfahren zu sehen."

So habe ich also wohl beim Hereinfahren auf dem Bergedie Trümmer des Schlosses Leiningen gesehen?"

Nicht doch, mein Herr; Sie sahen die Ruinen der AbteiLimburg. Die von Hartenburg, denn so hieß das Schloß, liegenweiter im Gebirge."