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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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Wie, die Trümmer einer Abtei und noch obendrein die Ruineneines Schlosses? Da gibt es für den Nest des Tages hinreichendeBeschäftigung. Eine Abtei und ein Schloß!"

Und die Heidenmauer und der Teufelsstein."

Wie, eine Heidenmauer und ein Teufelsstein? Ihr seyd inder That reich an Merkwürdigkeiten."

Der Wirth fuhr philosophisch zu rauchen fort.

Habt Ihr nicht einen Führer, der mich auf dem kürzestenWege nach diesen Plätzen bringen kann?"

Das kann jedes Kind thun."

Ich würde Einen, der Französisch spricht, verziehen, dennmein Deutsch ist nichts weniger als klassisch."

Der würdige Gastwirth winkte mit dem Kopfe.

Wir haben hier einen gewissen Christian Kinzel," versetzteer nach kurzem Besinnen,einen Schneider ohne viel Kundschaft,der sich eine Zeit lang in Frankreich aufgehalten hat; das wirdwahrscheinlich der rechte Mann sepn."

Ich versetzte, es dürfte der Gesundheit eines Schneiders wohlzu Statten kommen, wenn er Gelegenheit finde, seine Beine zustrecken.

Der Ochsenwirth fand meine Erwiederung spaßhaft und nahmsogar seine Pfeife aus dem Munde, um mit mehr Gemächlichkeitlachen zu könne». Seine Heiterkeit kam von Herzen, wie bei einemManne ohne Arg.

Die Sache war bald beendigt. Ein Bote wurde an ChristianKinzel abgeschickt, und ich nahm meinen kleinen männlichen Reise-begleiter bei der Hand, um langsam vorauszugehen und unterwegsdas Eintreffen des Führers zu erwarten. Da übrigens der Lesermit dem Platze, den ich zu beschreiben Willens bin, viel zu thun

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