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unsern Weg auf dem südlichen Ufer dieser großen Arterie vonMittel-Europa. Wir bewunderten die Großartigkeit von NheinfelS,das seltene Kleinod einer zertrümmerten Kirche zu Bacharach unddie schwindelnde Höhe, wo selbst jetzt noch in der adlerartigen Grüßeund Sicherheit alter Zeiten ein Prinz von Preußen wohnt. ZuMainz angelangt, verglichen wir am Abende des zweiten Tags mitSorgfalt und hoffentlich auch unparteiisch das, was wir gesehenhatten, mit den Schauplätzen, welche wir noch so lebhaft in theurerErinnerung hatten.
Von Kindheit an ist mir der Hudson ein guter Bekannter ge-wesen. Da er den Hauptweg für alle diejenigen bildet, welche ausdem Innern des Staates New-Dork nach dem Meere wollen, sohatte mich die Nothwendigkeit frühzeitig mit allen seinen Windungen,Vorgebirgen, Inseln, Städten und Dörfern vertraut gemacht.Mein Beruf forderte mich sogar auf, alle seine Kanäle, selbst dieverborgensten, zu untersuchen, und es gab keinen Sitz, keinenWeiler am Ufer, welchen ich in jener Zeit nicht besucht hätte. Esgalt also jetzt, die Gewalt tiefer Eindrücke dem Einfluß von Dingenentgegenzusetzen, die mir noch vor Augen standen.
Ich lebe der Ueberzeugung, daß der Rhein zwar auf be-stimmte Strecken häufig mehr romantische Partieen besitzt, als derHudson, dieser aber in Betreff der Abwechslung der edlen Schönheitund Großartigkeit die Palme verdient. Der amerikanische Stromumfaßt zugestandenermaßen die schönsten Partieen des Rheins, istzumal ein großer und ein kleiner Fluß, hat seine Baien, seineschmalen, unter Wiesen hinziehenden Fahrwasser: seine drohendenEngen erweitern sich stellenweise, so daß er einem italienischen Seeähnlich wird, während sich von seinem europäischen Nebenbuhler imäußersten Falle sagen läßt, daß er eine schwache Nachahmung aller