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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 14 (1821) Terpsichore
Entstehung
Seite
355
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Nach sc h c i ft.

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Noch füge ich ein Gedicht unsres Balde bci,das ich Anfangs ungedruckt lassen wollte. Wie?sprach ich zu mir selbst, leiden wir nicht untersichtbaren und hörbaren Uebeln unsrer Zeit > nug,daß wir uns noch durch vergangene Uedel der Vor.

Ort liebe und ehre, ja daß ich einen reinen undwohlklingenden Jambus sogar für das schwersteSylbenmaß unsrer Sprache balle. Wohlverstan-den nämlich, daß in ihm der Accent des Sinneseben sowohl als die wahre Quantität der Syl-ben genau beobachtet werde, und daß er nichtctwa'blos Lchrsprüche zusammenzwänge, sondernBilder und Empfindungen rein und .weit auß-mahle. Jedermann, der darinn arbeitete, wirdgefunden haben, daß unsrer Sprache zum Ge-brauch ihrer v i e l s y lb i g e n, der Poesie sehrerwünschten Worte, an denen sie »ach der Flexionihrer Adjectiven, ternporum und Parlicipien,noch mehr aber in der Zusammenstellung ganzerRedarten glücklicher Weise auch sehr reich ist,ein immer sortgehender Jambus äußerst drückendwerde. Fast alle wohlklingenden vielsylbigenWörter schließet er aus oder preßt sie zusammenoder mißt ihnen eine falsche Quantität bei. ZurProbe dessen schlage man das erste beste Buchz. E. die Bibel auf, und sehe wie wenig reineJamben im natürliche» Fortgange der Rede vor.kommen; wie viel schöne Sylbenmaße der Altenaber in jeder höheren Rede gleichsam von selbstertönen. Das Vater Unser z. B. ist ganz poly-metrisch und der Anfang desselbenZ 2 -