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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 14 (1821) Terpsichore
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Nac hschrift.

in unscrm Urtheil oft rohe Begriffe von ihnen äußern.Nur Wenige haben ihr Gehör an Griechen undRömern weise geübt, Einige haben es sogar anihnen gelehrt verübet; die Anwendung jener Vor-bilder und Regeln auf unsre Sprache sodcrt ein glück-liches Zusammentreffen vieler Kleinigkeiten, derenEine ohne die andre nicht seyn will. Insonderheithaben unsre gereimten Jamben das Ohr der Deut-schen so verderbet, daß wir uns in ihnen, selbst inSonncttcn und Stanzen, die doch di? wohlklingend-sten Gedichte seyn sollen, oft die äußersten Harten,Zusammendrückungen der Sylben, Beleidigungen desSinnes der Rede, ja im Ganzen eineii'Pfcrdetritterlauben, der nothwendig zuletzt für jedes feinereGefühl eines mannigfaltigeren , volleren und höherenWohlklanges, kurz einer Musik des Sinnesder Worte, das Ohr stumpf macht. Wer anVersen, wo es laut zischt, oder zischt laut,hallt dumpf, oder d u m p f k n a l l t sein Ohrgebildet hat und dem Vorurtheile treu bleibt, daßalle cinsylbige Wörter lang und kurz seyn dürfen,nachdem man sie zu gebrauchen Lust hat, dem wirdsonderbar zu Muth, wenn er sich in eine Höheerhoben fühlt, wo jedes Wort seinem leben-digen Inhalt nach auf seiner Stelleganz aus tön et. Ist eine bestimmte Prosodieunsrer Sprache möglich, so muß sie durch die Syl-benmaße der Alten in unser Ohr gebracht werden;durch das kur; pflockt, und pflockt kurz unsrerJamben wird sie es nie *).

*) Zu.Erläuterung dieser Stelle füge ich hinzu, daßich den Jambus so wie den Reim an Seelle und