Die Ruinen.
342
Der Liebe keine Schmerzen;
Im 'Andern blüht dem Andern schön-
Und rcin-gcnoßne Freude.
Ein Gut,, das ewig wahre Gut
Durchströmek alle Herzen.
Ein Glanz, das ewig wahre Lieh t,
Erleuchtet alle Seelen.
Die Hullen sind hinweggethan.
Man rath nicht mehr; man schauet.
Ein Uferloses Meer umfangt
Uns tief im Abgrund, — Liebe.
Aehre zurück, 0 Gesang, zum Thränenthale der
Erde,
Wo man Schleich -n noch liebt, wo man denFrieden verwünscht;
Wo kein reiner Apoll im Tempel glanzet, und
Dunkel,
Oedcs Dunkel die Kluft spitziger Weisen um-ringt ;
Wo kein sicheres Wohl dem Staate lenket die Zügel,
Wo man das Bessere stets schändlich-betrogenerhofft.
Ws das Gesetz uns drückt, und die Armuth drücket,
und jede
Jahrszcit, Winter und Herbst, Frühling undSommer uns krankt.
Lebende fürchten den Tod, den Andre wünschen. Er
kommt nicht
Dem der ihn wünschet; er kommt, wer ihmmit Zittern entfloh.