296 Nachlese
Jeglicher Eichenzweig eine Cither traget. In T i-
bur,
In Flakkus Tibur findest du dich dort.
Pegasus Huf schlagt. Siche da springt eine
Quelle. Du trinkest;
Bar laus mit dir schöpft und schöpfet tief.
Satyrcn horchen mit spitzigem Ohr und geschlossener
Lippe ;
Tritonia legt ihren blanken Helm
Nieder und lauschet. Jndeß wetteifernd Phöbus-
Apollo
Die Eicher selbst ergreift und kämpft mit' Euch.
Glückliche Zwei! — Kein heiliger Dichter wohnet in
Städten;
Und weilt er da, so wohnet fein Gcmüth
Auf dem Lande, wo Chöre singen in grünenden
Hainen,
Da wars, wo Orpheus Hain und Felsenzwang.
Göttcrgeliebtcr Greis, vergebens knüpf' ich an deinen
Auch meinen Faden. Lebe, lebe wohl.
Säk ula r i sc h es Lied
an die Gesellschaft, zu welcher der Dichter gehörte.
Die du menschlichen Elends dich erbarmend,Einer heiligen Angelobung Tochter,
Dies Gelübde geknüpft, das bis zum spatenEnkel hinausreicht,