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Nachlese
Anders klagt in der Stadt der gefangene traurige
Vogel;
Ein Sklave, der ihm seine Körnchen streut,Glaubt, er singe dem Herrn; mit jedem Tone ver-wünscht er
Den Wütrich, der ihm seine Freiheit stahl. —Auf dem Lande beglückt die Natur; ihr Affe, die
Kunst darf
Nur furchtsam dort und züchtig sich ihr nahn.Schau hier diesen Pallast, die grüne Laube. Ge-
wölbct
Von wenig dichten Zweigen birgt sie dich,
Wie den Pcrsermonarch sein Haus von Cedern und
schenkt dir,
Was Jenen flieht, gesunden süßen Schlaf.Große Städte sind große Lasten. Der eigenen Freuden
Beraubet, hascht nach fremden Freuden man.Alles in ihnen ist gemahlt, Gesichter und Wände,
Gcbcrden, Worte, selbst das innre Herz«
Alles in ihnen ist von köstlichem Holz und von
Marmor,
Von Holz und Marmor selbst auch Herr undFrau,
Eine Niobe sic. Sab ine rinnen in Städten
Sind seltne Regen in Aegyptenland.
Wandte die Straßen hindurch; da stehen prächtige
Tempel,
Doch was Lebendiges in Straßen webt,
Jagt nach Gelbe. Da fluchet und ebbt die stürmende
Menge,
Gcthcilt von Winden widrigen Geschicks.Laurcn auf den Gewinn mit tausend Künsten und
kennen