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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 14 (1821) Terpsichore
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des Dichters Jakob Bälde.

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einer fremden Sprache die innersten Empfindungenseines Herzens ausdrücken zu muffen; sie bezaubertuns mit Wortformen eines Mysticismus, zu demman in Vorstellungen der natürlichen, treuherzigenMuttersprache schwerlich gelangt wäre. Wie leichterwurde Griechen und Römern der Kranz der Un-sterblichkeit in ihrer natürlichen Gedankenwcise!

Daß die Poesieen unsres Dichters von allengleich ausgenommen scyn, ist nicht zu erwarten.Protestanten und Katholische, seine damalige Zeitrmv die Nachwelt denkt über sic anders.

Liebgewinnen konnten sie z. B. die Protestantennicht, deren Glaubens - und Kriegs-Anführer vomDichter mehrmals hart behandelt waren; überdemwar damals Alles, was Jesuit hieß, den Prote-stanten mit Recht gehaßt oder gefürchtet. In Lan-dern, in denen die deutsche Sprache weiter fortge-rückt war, durfte man deutsche und bayerische Scher-ze, wie Balde sie gab, mit Recht auslachen oderverachten. Auch in der lateinischen Poesie hatte sichin Holland mehr als Ein Siebengestirn glänzend-classisch gezeigt, das fest an einander hielt, und dembei) aller ihrer genialischen Leichtigkeit und WarmeBalde'6 Gedichte un klassisch scheinen mußten.Sie, diese kaltern Bataver gingen nämlich nicht so-wohl auf Gedankenfülle, auf eigenthümlichen lyrischenFlug, aus eine neue mächtig zu erregende Wirkungaus, die ihnen ihre ruhige und ruhmvolle Lage nichtnolhig machte; sondern auf reine, zierliche Wortsor-men und Weisen. Ihnen war also Balde nicht