des Dichters Jakob Balde. 2,47
manches zu sagen seyn möchte; jetzt verlieren sie sichin der Menge seiner andern Produktionen. Maxi-milian I. eine Art Eyropädic *). Es ist, wieV 0 e t h i u s Wcrkchen, in Prose, untermengt mitVersen allerlei) Sylbenmaascs, geschrieben. Thatenlind Züge aus dem Leben des Kaisers sind zumGrunde gelegt, nach einem Systeme geordnet, undauf geistige Tugenden emblcmatisch gedeutet. Ge-dankenreich ist das Werk; viele Verse in ihm sindschön; der ganze Zweck löblich; eine natürliche An-sicht der Dinge aber, und Lenophons Einfaltwird man in ihm nicht erwarten.
Das Buch, durch welches Balde sich demPapst Alexander VII. empfahl, und wofür die-ser ihm eine goldene Ehrcnmünze zusandte, ist, mei-nes Wissens, das letzte, das er geschrieben , seineUrania die Siegerin *^). Die Ehrcnmünzeweihete der alle Dichter der heiligen Jungfrau ***);den Pabst aber hatte Er frühe und persönlich selbstin seine Gunst genommen, da dieser als PrälatEhigrzu den Westphalischen Friedcnsunterhand-lungen reifete. Er hatte ihm damals sehr zarteLybcsgcdichte gewidmet ****). Die Urania, dieder Papst schwerlich wird gelesen haben, ist einmoralisch-mystisches Lehrgebäude in
*) I. Lnstriucuis reckivivus, ex eäit»
I-Iiernn^rn. UanKeirmuutel, August. 167g.
") Ualrls Ursniii viatrix. Mansch. 1668,
Baile Wörterbuch, Artik. Ralde aus Stat-iv e l l s Lidliotlieau scriptar. 8oaiat. 3 esu.**") 8)'lv. I. g. Ods 17. Terpsich. S. 5 g,