Kcnoraphium
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sich selbst hervor, und stellet es als eine Weltdar, in Ordnung und Schönheit. Vom Rednerbraucht man schon nicht diesen Ausdruck des Schas-se ns; man sagt, er c o m p o n i r e. Bringest dualso, Kraft einer glücklichen Natur, aus deinemeignen Garten nicht lebendige Blumen hervor,sondern läufst umher, sie aus andern hcrübcrzupflan-zcn; so bist Du ein Dieb fremder Garten, indeßder Deinige Disteln und trauriges Moos tragt."
„Werden wir nicht aber zur Nachahmungder Alten gewiesen?" Allerdings. Wir sollen siegenießen, aber auch verdauen, und in unfern Nah-rungssaft verwandeln; nicht wie Polyphem ihrePhrasen in Stücken von uns geben. Siehe denClaudia». Er lebte vierhundert Jahre hinter demgoldenen Zeitalter; er hatte alle große Dichtergelesen, und ohne Zweifel in sein Blut, in scinenLebenssaft verwandelt; deßhalb aber sehen wir nicht,daß er diesen Theil seiner Poesie dem Virgil, jc-n c n einem andern schuldig scy. Seines erworbenenNcichthums bedienet er sich als Herr, als Eigen-thümer; und bedarf einer alten Zeitgenossen-schaft nicht. Catull hat ein Epithalamium ge-sungen, Stativs auch, Elaudian auch. EinParis urtheile, wem unter den Dreien der Apfelgebühre; ich mochte ihn hierin» fast dem Elau-dian reichen, so wie ich sonst nach Virgil vorallen andern dem Statins den Platz einraumcnmochte.
„Aus diesem allem wirst du leicht abnehmcn,Crcscentius, daß cin neues, seltnes, schönes