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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 14 (1821) Terpsichore
Entstehung
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Kenokaphium.

Sache wären, Jndeß ermatten die Kräfte, derfröhliche Keim erstirbt, die blühende Heiterkeit einesglücklichen Gedankens, der wie durch eine Einge-bung leicht und lebendig hervortreten sollte, gingverloren."

Ein Dichter werde! mein Crescentius,kein Versificator; nichts ist niedriger, als dieseGattung Menschen. Sie füllen Wände, den Fuß-boden selbst beschreiben sie mit ihren Versen; Wie-gen und Gräbern stellen sie nach; bis zum Hejser-werden besingen sie Lebendige und Todte. DieThoren! Sie halten sich glücklich , weil sie flink sind.Unwissenheit, nicht Grazie, ist die Fertigkeit, derensie sich rühmen. Die wahre Kunst dichtet nie zuschnell, nie zu langsam."

Nicht alle Wissenschaften werden auf gleicheArt erfaßt. Einige find Dein, wenn du von ihneneinen Hellen Begriff hast; so z. B, wirst duein Aristoteljker, ein Plgtoniker, wenn du des Plato,des Aristoteles Lehrgebäude klar und deutlich innehast, wenn du es vcrtheidigen kannst, und zu dei-nem Gebrauch anwendest. Deshalb aber darfst dudiese Systeme nicht erfunden haben; du darfst keineProbleme schreiben, wie Aristoteles, keineGespräche, wie Plato. Mit der Dichtkunst istes anders. Wisse die Ilias, Aencis und Thebais,wisse die Metamorphosen und Phgrsalien, ja dieganze Encyklopadic der Dichter auswendig, und ver-stehe sie genau; dies klare Verständnis macht dich zueinem guten Ausleger, zu einem gelehrten Eommen-tator nicht aber zum Dichter. Dem jEommcn-