des Dichters Jakob Balde. 229
und Menschen, die von andern geleitet werden. Jereiner, sanfter und erspri.ßlicher dies geschieht; destoedler. Helfe dazu allenthalben die Stimme derMusen! —
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Selbst ist der Mann. Nicht Orden, Stand,Regeln, Sprache und Uebung schaffen den Dichter,ob sie ihm gleich helfen oder ihn sehr behindern kön-nen, sondern der Genius; eine glückliche Naturmit einer glücklichen Kunst vereinet. Wir wollenhierüber unfern Dichter hören *):
„Ich weiß nicht, woher es kommt, daß diegrößten Gesetzgeber der Dichtkunst gegen ihre Regelnam meisten selbst sündigen. Hebammen anderer, miß-gebahren sie selbst; sind bald zu kühn, bald zufurchtsam. Bilde dir nicht ein, daß dein Pfeil dasZiel treffen müsse, weil du zu zeigen vermagst, daßes erreicht werden könne. Ein andres ist, Waffenschmieden; ein andres, die Waffen recht wissen zugebrauchen. Beschwert mit zu vielen Regeln klemmtman sich in der Enge und kann nicht hindurch;man zittert abergläubig vor seinen eignen Idolen,und zankt mir Sylben oder Namen, als ob sie^die
*) Oisseri. äs siuclio sioerioc». 1?. III. p, Z, secs.