des Dichters Jakob Balde.
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zu haben scheine, indem ich sie ohne ihren Na-men meiner Sammlung cinfägte. Die Liebe zuihr bleibt immer doch nur Sehnsucht nach einemIdeal aller weiblichen V o r t r e sfl i c h k e i-ten und Reize; warum also sollte dies Idealnur in den Wolken, auf dem Altar, in einer tob-ten Statue, in einem tauschenden Gemahlde,oder in Erscheinungen jenseit des Grabes gesuchtwerden? Je zarter und schöner Balde sang,desto mehr bedauert man ihn über die WesenloseGestalt, die seinen Flug so hoch spannte. Hatteder Ritter von Pampelona ihn nicht um den schön-sten Thcil seiner Empfindungen getauscht? —
Und sollte cs mit den Aufopferungen der Freund-schaft viel anders seyn, bieder Orden gebot *) ?In ihm gab es Obere und Untere, Lehrer, Schüler,Mitgenossen, Mitstreiter, Mitwickcr; gab es aberauch oft in ihm, was man im freien Leben also
*) Hiemit wirb gar nicht gesagt, daß dieser oderein andrer Orden keine Freundschaft erlaube;eben in Orden, d. i. in männlichen Verbindun-gen zu Einem Zweck, vielleicht mit Erfahrdes Lebens giebt es gewiß innigere Freunde,als in Borsälen oder auf dem Markte. Nurvon der Sage unsers Dichters ist hier die Rede,wie sie in seinen Gedichten vorm Aiuge der Wetterscheinet.
Herders W. Lit.u.Kunst. XlV.