des Dichters Jakob Balde.
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damals nur als eine qcm eine P ö b e lsv ra c h e,m der man grob befahl, oder grob scherzte undschimpfte. Da nun übcrdcm in den obern Gegen-den Deutschlands, wo Balde lebte, der Charakterdes Volks von fröhlicher Art ist: so glaubten auchdie Lehrer der Religion und der guten Wissenschaf-ten nicht besser aufs Volk wirken zu können, alsdurch Schwanke. Selbst Predigten wußten beides,Ernst und Pöbelscherz, sinnreich zu verbinden, sodaß bis jetzt da wir chöch ein Paar Jahrhunderteweiter sind, für manche Gegenden Deutschlands inder Volkssprache die Linie des Unterschiedes nochnicht gefunden ist, wo Würde anfängt und gemei-ner Scherz aufhört; beide stehen noch in sehr ver-traulicher Freundschaft. Also lege man unfenn Dich-ter Nicht Zur Last, was der Fehlet seines Orts undseiner Zeit war; in deutschen Versen wollte er p o-pular seyn, und glaubte, daß er cs nicht besserals also seyN könnte. Dek protestantische schwä-bische Dichter, der mit Balde zu Einer Zeit lebte,der nicht wie er, auf der EaNzel oder in einer Ekllesteckte, sondern unter gebildetcrn Nationen an Hö-fen lebte, Weck Herl in, schreibt dennoch nichtsweniger als correct Deutsch; er übcrladct die Versemit Wörtern wie Balde. Und wie schreibtFischart, der um eben diese Zeit den Rabe-lais übersetzte? ^ Nur spat und mit äußersterMühe hat sich unsre Sprache aus dem UngeschMack,in dett sie gesunken war, Zur Ordnung und Reinig-kcit eines bestimmten klassischen Styls erheben kön-nen, der auch noch jetzt schwerer und seltner ist, alsman glaubet.